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15.02.2012

Solarstrom drückt Strompreis an der Börse: Industriekunden im Vorteil

Einsparungen liegen zwischen 10 und 40 Prozent

Studie belegt: Durch die Produktion von Solarstrom betrug der Gesamteinspareffekt an der EPEX-Strombörse im Jahr 2011 bis zu 840 Millionen. Die Industriestrompreise sind durch Kostensenkungseffekt um rund 0,15 Cent pro Kilowattstunde niedriger.

Solarstrom senkt die Strompreise an der EPEX-Strombörse um durchschnittlich bis zu zehn Prozent, sogar um bis zu 40 Prozent zur Mittagszeit. Das belegt eine Kurzstudie des Instituts für ZukunftsEnergiesysteme (IZES gGmbH) Saarbrücken, die vom Bundesverband für Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) in Auftrag gegeben wurde. In der Summe belaufen sich die Einsparungen für das Jahr 2011 dadurch auf 520 bis 840 Millionen Euro. Das entspricht je Megawattstunde einer Preisminderung von vier bis sechs Euro.

Grund für den Preissenkungseffekt, ist die Produktionszeit. Sonnenstrom wird tagsüber produziert, also dann, wenn die Nachfrage ihre Spitze erreicht und die Börsenpreise am höchsten sind. Die IZES-Studie, belegt, dass mit dem wachsenden Anteil an Solarstrom zwischen 2007 und 2011 die Börsenpreise für den so genannten Peak-Strom (Peak=Spitze, Gipfel) kontinuierlich gesunken sind. Peak-Strom wird im Spothandel an der EPEX-Börse zwischen 8:00 und 20.00 Uhr gehandelt. Der Spothandel setzt wiederum die Preise für den gesamten Stromhandel in Deutschland. 

Doppelter Effekt für die stromintensive Industrien

Industrieunternehmen punkten bei Strom aus Photovoltaikanlagen doppelt. Als Großverbraucher sind industrielle Kunden zum einen bereits größtenteils von der Zahlung der EEG-Umlage befreit, zum anderen profitieren sie von günstigen Einkaufspreisen an der Börse. In 2011 waren die Industriestrompreise um rund 0,15 Cent pro Kilowattstunde günstiger - dank der Sonnenkraft!

Solarstrom drückt Solarpreis

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V.


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